Liebe Leserinnen und Leser,
der neue Roman der deutschen Bestsellerautorin Charlotte Link ist da! Und es ist wieder ein äußerst dramatischer und spannender Psychothriller, ganz so, wie man es von Link erwartet. »Der Beobachter« ist ein Mann mittleren Alters, der offenbar kein eigenes Leben zu leben scheint, sondern sich in das wildfremder Frauen hineinprojiziert. Er entflieht damit seinem eigenem traurigen Dasein, das ihm nur Ablehnung und Misserfolge beschert hat. Da er arbeitslos ist, hat er genug Zeit zur Verfügung, um ständig Frauen zu beobachten und deren Umfeld und Tagesablauf genauestens zu erkunden. Besonders hat es ihm Gillian Ward angetan, die er aus der Ferne liebt, wohl wissend, dass sie für ihn unerreichbar ist. Gillian ist nicht nur eine schöne Frau, sondern beruflich erfolgreich, glücklich verheiratet mit einem gut aussehenden Mann, Mutter einer reizenden kleinen Tochter. Kurzum – die ideale Frau mit der perfekten Familie. Doch eines Tages muss er erkennen, dass nichts wirklich so ist wie es scheint, dass er auf eine nunmehr zerfallende Fassade hereingefallen ist. Zur gleichen Zeit werden die Menschen in London durch eine Mordserie aufgeschreckt. Die drei Opfer sind alleinstehende Frauen, die auf grausame, ja bestialische Art und Weise umgebracht wurden. Die Polizei geht bei dem Mörder von einem Psychopaten aus, einem Frauen-Hasser. Dann wird noch Gillians Mann ermordet, wobei man vermutet, dass er mit seiner Frau verwechselt wurde. Plötzlich ist Gillians Leben in größter Gefahr. Und der Beobachter steht unter Verdacht. Aber lesen Sie bitte selbst, wie sich das Geschehen auf mehreren Handlungsebenen entwickelt und auf das Finale zusteuert.
Hochgradige Spannung vom Feinsten verspricht einmal mehr die amerikanische Bestsellerautorin Sandra Brown mit ihrem Thriller »Süßer Tod«. Die erfolgreiche Journalistin Britt Shelley wacht neben Jay Burgess, einem befreundeten Polizisten auf. Das Problem: Jay ist tot und schon kalt, und Britt kann sich an gar nichts erinnern. Weder daran, wie sie dorthin gekommen ist, noch warum der Mann, der Jahre zuvor durch seinen Einsatz bei einem Großfeuer zum Helden stilisiert wurde, tot ist. Eigentlich wollte er ihr am Tag zuvor etwas Wichtiges anvertrauen, bevor er seiner unheilbaren Krankheit erliegen und sein Geheimnis mit ins Grab nehmen würde. Eine Top-Story sollte es werden. Schnell ist klar, das Jay ermordet wurde. Aber Britt hat ein völliges Blackout, fühlt sich allerdings absolut unschuldig und meint, nichts befürchten zu müssen. Aber das Gegenteil ist der Fall, natürlich gilt sie als wichtigste Tatverdächtige. Als der ehemalige Feuerwehrmann Raley Gannon von den Vorwürfen gegen Britt erfährt, tun sich ihm gewisse Parallelen auf. Bei dem Großbrand vor einigen Jahren stieß er als Brandsachverständiger auf Ungereimtheiten, und kurze Zeit später wachte er nach einer Party neben einer toten jungen Frau auf. Auch er hatte keine Ahnung, wie das passiert ist. Die Journalistin Britt hatte damals durch ihre reißerische Berichterstattung über das Feuer erheblichen Anteil an einer Rufmordkampagne gegen ihn, die sein berufliches und privates Leben zerstörte. Seitdem sinnt er auf Rache. Jetzt entführt er Britt und erzählt ihr seine wahre Geschichte. Obwohl beide zunächst nichts weiter als eine tiefe Abneigung verbindet, erkennen sie, dass ihrer beider Schicksal mit dem verheerenden Brand zu tun hat und die gleichen Feinde hinter ihnen her sind. In einem dramatischen Wettlauf mit ihren vielen Gegnern und Verfolgern haben sie überhaupt nur gemeinsam eine Chance, die Wahrheit herauszufinden. Und das wollen sie unbedingt, selbst wenn Polizei und Justiz nicht immer auf der Seite der Wahrheit stehen. Dass sich Raley und Britt dabei auch menschlich näher kommen, versteht sich von selbst. Denn Sandra Brown verknüpft in ihren Büchern immer Hochspannung mit einem ordentlichen Schuss Romantik und Erotik, was mit Sicherheit nie langweilig wird.
Den nunmehr sechsten Fall lässt Peter James von seinem Protagonisten Roy Grace lösen. Wer die anderen Fälle schon kennt, weiß, dass auch dieser Autor für äußerst spannende Krimis steht und dieses in »Du sollst nicht sterben« erneut unter Beweis stellt. Der immer etwas melancholische, aber durchaus sympathische Detective Superintendent Grace soll in Brighton eine Serie von Vergewaltigungen aufklären. Weil die Opfer brutal misshandelt und ihnen ihre schicken und teuren Designer-Schuhe gestohlen werden, ist der Ermittler an das Jahr 1997 erinnert. Damals gab es einen sogenannten »Schuh-Dieb«, der fünf Frauen vergewaltigte und eine sechste tötete und auch damals den Frauen die teuren Designer-Schuhe stahl. Der Täter verschwand spurlos und konnte nie gefasst werden. Die Frage lautet: Ist er jetzt wieder zurück? Die Ermittlungen sind recht mühsam, mehrere Verdächtige kommen infrage, u. a. auch ein Polizeioffizier. Leider erfährt der Leser erneut nur sehr wenig über Roys vor Jahren wie vom Erdboden verschluckte Frau Sandy, ihr Schicksal bleibt nach wie vor ein absolutes Rätsel. Aber es wird ja hoffentlich noch weitere interessante Falle mit Detective Grace geben, und dann wird sicher auch dieses Geheimnis irgendwann gelüftet werden.
Zum Schluss möchte ich noch unsere nächste Veranstaltung ankündigen. Die Biblio-Theke No. 119 findet am Mittwoch, 21. März 2012, 19.00 Uhr in der Bibliothek Böhlitz-Ehrenberg statt. Zu Gast ist der Autor Norbert Marohn, der sein im September 2011 erschienenes Buch »Zum Beispiel Kullerbude« – vom VEB Wälzlagerwerk Leipzig zum Konzern zum Konkurs zur GmbH vorstellen wird. Alteingesessene Böhlitzer wissen mit dem Wort Kullerbude natürlich sofort etwas anzufangen, und ich hoffe, damit auch ihre Neugier zu wecken. Aber auch für Neu-Böhlitzer dürfte ein Blick in die traditionsreiche Industriegeschichte ihres Ortsteils eine interessante Erfahrung sein. Wir laden Sie jedenfalls ganz herzlich ein, bei freiem Eintritt neue Erkenntnisse zu gewinnen oder aber Erinnerungen aufzufrischen. Sie können sich ab sofort anmelden unter der Tel.-Nr. 0341/4957780 oder persönlich bei Ihrem nächsten Bibliotheksbesuch.
Ihre Sigrun Seifferth