Friedrich aus Altensteig (Schwarzwald), der zur Pflege in Böhlitz-Ehrenberg war. Er nahm den Giftköder in Böhlitz-Ehrenberg auf.
Tückisch ist das langsame Wirken des Giftes (vermutlich Rattengift). Zunächst scheint der Hund matt und schläft mehr als sonst. Später ist der Hund lethargisch und nimmt keine Nahrung und Wasser mehr zu sich. Zeigen sich diese Symptome, ist es aber meist schon zu spät. Schlussendlich kommt es zum Nierenversagen. So war es auch bei Terrier »Bobby«. Der Zustand des Hundes verschlechterte sich von Tag zu Tag. Am 24. Juni reiste dann Besitzer Klaus-Dieter Friedrich aus dem 500 km entfernten Ort im Schwarzwald an, um sich von seinem Hund zu verabschieden. Mit Unverständnis reagierte er auf
den Zustand seines Hundes. »Unser Hund ist wie ein Familienmitglied, war der Liebling aller Kinder und hat niemandem etwas getan. Ich hoffe, dass man den Verantwortlichen findet und zur Rechenschaft zieht. Meinen Bobby wird das leider nicht wieder lebendig machen. Schlimmer ist noch, dass ja nicht nur Gefahr für Tiere besteht, sondern auch für Kinder.«
Diese Gefahr sieht auch Ortsvorsteherin Karin Teubner: »Ich bitte alle Anwohner von Böhlitz-Ehrenberg, in diesen Tagen besonders aufmerksam durch Böhlitz-Ehrenberg zu gehen und auch die Kinder über die bestehende Gefahr zu informieren. Nicht auszudenken, wenn ein Kind diese Giftköder isst!«
Nach LVZ-Informationen gibt es erste Hinweise auf den möglichen Täter. So hätten Hundebesitzer erzählt, dass sie schon seit
Monaten von einem Angler beschimpft werden, der sich oft an den Schönauer Lachen und am Elster-Saale-Kanal aufhalte. So soll er auch folgendes geäußert haben: »Ich mache alle eure Drecksköter fertig. Rattengift gibt’s ja überall zu kaufen!« Zur Ergreifung des Täters bittet die Polizei um Hinweise. Wer hat in den benannten Bereichen beobachtet, wie Würstchen ausgelegt wurden bzw. hat verdächtige Handlungen beobachtet? Sachdienliche Hinweise bitte an den Polizeiposten B.-Ehrenberg, Leipziger Str. 200, Tel. 0341/446070. Die Tiernothilfe hat zudem eine Belohnung von mittlerweile 3000 Euro ausgeschrieben.
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Denis Achtner